: Eros und Thanatos

Werke aus der Sammlung SØR Rusche OELDE/BERLIN

06.05. - 04.11.2018

 

Johannes Hüppi: ohne Titel © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

L.C. Armstrong: Green Vase with Oranges and Skull

Norbert Bisky: Action Painting © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Ruprecht von Kaufmann: Die Erbschaft

Marlene Dumas: Would Jesus have done the same?

Eröffnung 06.05.2018, 15 Uhr 

 

In dieser Ausstellung begegnen sich Eros & Thanatos auf 50 zeitgenössischen Gemälden international bekannter Künstler aus Europa, Afrika und den USA.  

 

Eros ist in der griechischen Mythologie der Gott der begehrenden Liebe; Thanatos, sein großer Gegenspieler, ist der Gott des Todes. Lebenstrieb und Todestrieb, ein Gegensatzpaar, das nicht erst seit Sigmund Freud in Werken der bildenden Kunst, Literatur und Musik thematisiert wird, sind in den Bildern der Schau - mal offensichtlich, mal subtil - präsent. 

 

Auf einem Gemälde von Johannes Hüppi, das eine schöne junge Frau neben einem Totenkopf zeigt, stehen blühendes Leben und Todesgefahr ganz offensichtlich nebeneinander. Hier kommt der Tod nicht als Freund, sondern als ultimative Bedrohung. 

 

Eine Reihe von Blumenstillleben führt dem Betrachter Blühen und Vergehen als einander bedingende Lebensprinzipien vor Augen. Der grinsende Schädel mit Perlenkette im Mund auf dem Blumenstilleben in Hochglanzoptik von L.C. Armstrong steht für den Triumph des Todes über das Leben und die vernichtende Macht von Thanatos, die auch in den abgebrannten Zündschnüren zum Ausdruck kommt, die anstelle von Blumenstengeln in das Gemälde eingefügt sind.  

 

Die schöpferische Kraft des Eros, die nicht nur zu neuem Leben führen kann, sondern auch Phantasie und künstlerische Schaffenskraft befeuert, wird in dem Werk Action Painting von Norbert Bisky deutlich. Genau diese Kraft wird durch den Kastrationsakt, der auf dem Gemälde Die Erbschaft von Ruprecht von Kaufmann angedeutet ist, zerstört.  

 

Das christliche Verständnis von Tod klingt in einem Aquarell von Marlene Dumas an. Es zeigt ein Antlitz Christi mit Dornenkrone, dessen Bildaussage durch die Inschrift „You could ask yourself would Jesus have done the same“ unterstrichen wird. Gleichzeitig verweist das Werk auf den katholischen Glauben des Sammlers Dr. Dr. Thomas Rusche, dessen Großzügigkeit die Leihgaben für diese Ausstellung zu verdanken sind.  

 

Zu der Ausstellung ist ein preisgekrönter Ausstellungskatalog zum Preis von 35,- Euro erhältlich.

 

 

 

Sonntags finden um 15 Uhr öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt. Preis: 2,- Euro 


Gruppenführungen sind nach vorheriger telefonischer Anmeldung möglich. 


Für Schulklassen gibt es kostenlose museumspädagogische Angebote.

 

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