: ... das Land, wo die Zitonen blühn ...

Impressionen der Italienreise Theobald von Oers

Die Kabinettausstellung versammelt 17 Bleistiftzeichnungen, eine Öl-Skizze und ein Aquarell aus der Sammlung des Museums. Sie alle geben Eindrücke von Theobald von Oers Italienreise wieder.

 

Zusammen mit seinem Freund Hermann Matthäi, dem Sohn seines Dresdner Lehrers Friedrich Matthäi, reiste Theobald von Oer im Spätherbst 1836 von Nizza aus nach Italien. Ihr Reiseziel war Rom, wo sie sich zwei Jahre lang aufhalten sollten. Von Rom aus reiste Oer immer wieder in die nahe gelegenen Regionen Latium sowie in die Campagna Romana. Ebenso bereiste er in den Sommermonaten des Jahres 1838 die Inseln Capri und Ischia sowie weitere pittoreske Orte am Golf von Neapel.

 

Italien war in jener Zeit das Sehnsuchtsland par excellence. Künstler aus ganz Europa zog es dorthin. Die bevorzugten Reiseziele waren Rom und Neapel. Die sonnendurchflutete, arkadische Landschaft Italiens, in der es Tempel und Ruinen zu entdecken gab, war das erklärte Lieblingsmotiv vieler Künstler. Theobald von Oer widmete sich in Italien vor allem der Darstellung süditalienischer Landschaften. Zudem hat er Ansichten italienischer Städte festgehalten sowie die heimische Bevölkerung in ihren volkstümlichen Trachten gezeichnet. Das „italienische Volksleben“ galt als pittoresk und war für viele Künstler jener Zeit von großem Reiz, weil sie darin den ursprünglichen Geist der Antike zu spüren meinten.

 

Die Italienreise sollte für Oers weiteres künstlerisches Schaffen von großer Bedeutung sein. So stellte er ab 1840 mehrfach italienische Landschaften aus.

 

Ausstellungszeitraum:

17.09.2020 – 19.09.2021

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