Exkursion ins Museum

Sie möchten mit Ihrem Kunst-, Religions- oder Geschichtskurs oder Ihren Studierenden eine Exkursion zu uns machen?
Kein Problem! Für die Sekundarstufe II und Hochschulkurse bieten wir Ihnen passgenaue Angebote entsprechend des des Unterrichts-/ Seminarthemas an. Das Museum Abtei Liesborn hat verschiedene Sammlungsschwerpunkte und bietet daher zahlreiche Möglichkeiten als außerschulischer Lernort. Werfen Sie auch gerne einen Blick auf unsere aktuellen Sonderausstellungen.

Diese Themenbereiche können u.a. bedient werden:

  • Malerei des 17. bis 19. Jahrhunderts
  • Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
  • Porträtmalerei
  • westfälische Wohnkultur
  • Wandel der Kunstepochen am Beispiel der Kreuzsammlung
  • Christliche Kunst
  • (mittelalterliche) Klosterkultur
  • Das Liesborner Evangeliar: Geschichte der Abtei Liesborn, mittelalterliche Handschriften

Auch ein kreativ-künstlerischer Teil bzw. Workshop (max. 2 Stunden) ist möglich, in denen der Kurs beispielsweise Drucktechniken, mittelalterliche Schreibtechniken oder auch Ölmalerei unter fachkundiger Anleitung ausprobieren darf. Da wir für die Workshops auch externe Referentinnen anfragen, bitten wir Sie um eine frühzeitige Kontaktaufnahme, um ein passgenaues Programm bieten zu können.

Alle Angebote sind für Schulkassen und Unigruppen kostenlos. Buskosten (von Schulen) können unter bestimmten Voraussetzungen unter anderem von der NRW-Stiftung übernommen werden.


Rufen Sie uns zur Beratung an! Anfragen bitte dienstags bis freitags 10-16 Uhr. Tel: 02523/98240

 

Kooperationen und Lehrveranstaltungen mit Universitäten

Das Museum Abtei Liesborn kooperiert mit den Universitäten in Bielefeld, Münster, Osnabrück und Paderborn in verschiedenen Fachdisziplinen (Geschichte, Kunstgeschichte, Kulturanthropologie oder Theologie) auch bei der Gestaltung von themenorientierten Lehrveranstaltungen und praxisorientierten Exkursionen. Anbei finden Sie eine Auswahl der bereits durchgeführten Veranstaltungen.

Universität Osnabrück · Sommersemester 2026 · Lara Jäger M.A. Exkursion zur mittelalterlichen Klosterkultur am Beispiel der Abtei Liesborn
Exkursion zur mittelalterlichen Klosterkultur am Beispiel der Abtei Liesborn
Foto: Lara Jäger

Wann und durch wen wurde das Frauenstift in Liesborn gegründet? Welche Rolle spielten die Brüder Bardo und Boso sowie Karl der Große dabei? Warum wurde das Kloster 1130 in eine Benediktinerabtei umgewandelt? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Stiftsdamen und Nonnen? Und wie viele Rinder benötigte man wohl für das Pergament des Liesborner Evangeliars? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die Exkursionsgruppe bei ihrem Besuch im Museum Abtei Liesborn. 

Museumsleiter Sebastian Steinbach führte uns durch das Museum und erläuterte dabei die Anfänge der Abtei, die wirtschaftliche Ausstattung sowie die Entwicklung von der Gründung bis in die Gegenwart. Nicht fehlen durfte natürlich das Liesborner Evangeliar, welches um das Jahr 1000 entstand, 338 Pergamentseiten umfasst und seit drei Jahren im Museum zu begutachten ist. In der virtuellen Klosterbibliothek konnten wir digital durch das Evangeliar „blättern“ und neben der Transkription auch eine Übersetzung des Textes einsehen. Den Abschluss der Exkursion bildete ein Workshop zur karolingischen Minuskel: Nach einer Einführung erhielten wir die Gelegenheit, selbst einige Buchstaben und Wörter zu schreiben. Dabei wurde uns schnell deutlich, wie viel Konzentration, Geduld und Sorgfalt die Arbeit der mittelalterlichen Schreiber erforderte! Rückblick der Veranstaltung

Universität Münster · Sommersemester 2024 · Prof. Dr. Norbert Köster / PD Dr. Sebastian Steinbach Übung: Die westfälische Klosterlandschaft – (Mittelalterliche) Geschichte und Gegenwart

Die Geschichte Westfalens ist von der Christianisierung in der Karolingerzeit über die Bursfelder Kongregation im Spätmittelalter bis hin zur Säkularisation in besonderer Weise von den Klöstern und Stiftsgründungen geprägt worden. Das Seminar verfolgt die Entstehung und Entwicklung dieser westfälischen Klosterlandschaft insbesondere vom 8. bis zum 15. Jahrhundert anhand von vier Beispielen: Bentlage, Gravenhorst, Marienfeld und Liesborn. Darüber hinaus fragt es aber vor allem nach der Wahrnehmung und Nutzung der vorhandenen Klosterbauten in der Gegenwart und geht damit Fragestellungen der Landesgeschichte sowie der Public History und Museologie nach. Link zum Vorlesungsverzeichnis

Universität Münster · Wintersemester 2023/2024 · Prof. Dr. Lioba Keller-Drescher / Maria Sigl M.A. Exkursion im Rahmen des Seminars "Textile Sammlungen in Museen"

Was in einem Museum ausgestellt ist, ist nur ein kleiner Teil des Vorhandenen. In den Depots und Magazinen der Museen lagert ein Vielfaches davon und muss ebenso sachgerecht betreut und wissenschaftlich erforscht werden. Die textilen Sammlungsbereiche in Alltagskulturmuseen sind ein häufig unbeachteter Bereich musealer Forschungs- und Ausstellungstätigkeit. Das Lehrforschungsprojekt wird mit sondierenden Forschungen vor Ort, vergleichenden Sammlungsbesuchen und einer vertiefenden Auseinandersetzung mit Forschungskonzepten zur materiellen Kultur Ansätze zur Erforschung und Vermittlung dieser Materialgruppe im Museum erkunden. Das Seminar besuchte am 14.11.2023 das Museum Abtei Liesborn, um mehr über die textile Sammlung zu erfahren. Link zum Vorlesungsverzeichnis

Universität Münster · Sommersemester 2023 · PD Dr. Sebastian Steinbach Übung: Westfälische Siegel des Mittelalters – Beschreiben, Bestimmen, Ausstellen

Innerhalb des klassischen Kanons der Historischen Hilfswissenschaften stellt die Siegelkunde (Sphragistik oder Sigillographie) eine eigene Spezialdisziplin dar. Die Lehrveranstaltung führt anhand der Siegelsammlung im Museum Abtei Liesborn praxisbezogen in die Theorien und Methoden der modernen Siegelkunde ein. Hierbei wird das Siegel nicht nur in seiner primären Funktion als juristisches Beglaubigungsmittel betrachtet, sondern auch sein Quellenwert als Medienträger für Bild- und Schriftinformationen (Ikonographie und Paläographie) oder verwandtschaftliche Beziehungen (Genealogie) untersucht. Nachdem die Mittel und Wege zur Beschreibung und Bestimmung eines Siegels gefestigt sind, soll anschließend gemeinsam ein Konzept für die Präsentation der Siegelsammlung in der Dauerausstellung erarbeitet und anschließend umgesetzt werden. Link zum Vorlesungsverzeichnis

Universität Bielefeld · Sommersemester 2023 · Prof. Dr. Michaela Rehm Exkursion im Rahmen des Seminars "Praktische Philosophie des Mittelalters"

„Was hat Athen mit Jerusalem zu tun?“ Diese Frage Tertullians ist für das mittelalterliche Denken in Europa charakteristisch, dessen Vertreter sich um eine Vermittlung zwischen griechischer Philosophie und christlicher Religion, zwischen Wissen und Glauben bemühen: Die Texte der antiken Philosophen werden von der christlichen Glaubenserfahrung her gelesen; der Glaube wiederum wird anhand der antiken Philosophie reflektiert. Im Seminar wurde der Frage nachgegangen, welche philosophischen Konsequenzen sich aus den theologischen Prämissen des Christentums insbesondere für die Ethik und die politische Philosophie ergeben – wobei sie auch das Problem des Verhältnisses von Theologie und Philosophie selbst beschäftigte. Die systematischen Fragen, um die es vorrangig ging, waren die nach Ursprung und Erkenntnis von Werten und Normen und nach den Kriterien christlicher Herrschaft.
Die mittelalterliche Philosophie lässt sich als Gespräch zwischen heidnischen und christlichen Denkern begreifen. das Seminar beschäftigte sich nicht nur mit den Inhalten dieses Gesprächs , sondern auch mit dessen Methode: der scholastischen disputatio, deren Funktionsweise sie im Seminar gemeinsam ausprobiert haben.
Am 20. Juni 2023 besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars das Museum Abtei Liesborn, um insbesondere in den Ausstellungen des Liesborner Evangeliars und der Kreuzsammlung der Welt des Mittelalters näher zu kommen. 

Link zum Vorlesungsverzeichnis

Museum Abtei Liesborn

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